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Stefan Harter berichtete in der Volksstimme vom 04.08.2015 folgendes:

volksstimme 2015 08 04 20

Nach WM-Havarie gibt‘s jetzt neue Rohre

Die aktuell durchgeführten Arbeiten in der Goethestraße sind direkte Folge des schwerwiegenden Rohrbruchs im vergangenen Juli. Die SWM bringen neue Trinkwasserleitungen in die Erde und nutzen dabei die alten Rohre von 1930.

Himmelblau sind die Rohre, die gestern im Dutzend neben der Pauluskirche lagen. Direkt daneben klaff t ein großes Loch in der Goethestraße, in Richtung Immermannstraße und Europaring führen jeweils Rohre in die Dunkelheit.

Wie Anja Keßler-Wölfer, Sprecherin der Städtischen Werke (SWM), auf Volksstimme- Nachfrage bestätigt, handelt es sich bei den seit Juli laufenden Arbeiten um eine direkte Folge der folgenschweren Havarie am 8. Juli 2014. „Wir sanieren die Trinkwasserleitung, die uns im vergangenen Jahr so spektakulär gebrochen ist“, sagte sie.

Damals barst mitten im legendären WM-Spiel Deutschland gegen Brasilien eine Hauptversorgungsleitung für Trinkwasser in Höhe der Liebermannstraße. Gut 6,5 Millionen Liter (ca. ein Viertel des durchschnittlichen Tagesverbrauchs) ergossen sich damals auf die Straße und die Keller der umstehenden Häuser. Druckabfälle waren in der ganzen Stadt zu spüren. Für die SWM war es der schwerste Schaden seit zehn Jahren. Um zu verhindern, dass weiteres Ungemach von der 85 Jahre alten Graugussleitung ausgeht, wird sie jetzt ersetzt.

Sie wird aber nicht aus der Erde geholt, sondern einfach als „Tunnel“ für die neuen Rohre genutzt, wie Anja Keßler- Wölfer weiter erklärt. Auf 600 Meter werden zwei verschiedene, neue Rohre verlegt. „Unter der Schrote verlegen wir eine blaue PE-Leitung auf 60 Metern mit einem Durchmesser von 450 Millimeter. Von der Pauluskirche bis zum Europaring ziehen wir außerdem über 540 Meter ein Rohr aus duktilem Guss, das höherwertig ist als die bestehende Graugussleitung“, beschreibt sie das Vorgehen. Duktiles Gusseisen ist nicht starr, sondern kann sich bis zu einem gewissen Grad verformen und so Druck besser nachgeben.

Zuvor wird die bestehende Graugussleitung mit einem Durchmesser von 700 Millimeter mit einer Kamera befahren und gereinigt, anschließend werden die neuen Leitungen eingezogen. „Der große Vorteil ist, dass man einen wesentlich geringeren Aufwand bei den Tiefb auarbeiten hat. So mussten in der Immermannstraße nur drei sogenannte Kopfl öcher gemacht werden“, erklärt die SWM-Sprecherin. Im Oktober sollen die Arbeiten in der Goethestraße und Immermannstraße abgeschlossen sein, kündigt sie außerdem noch an.

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