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Seit 1998 arbeiten in der Landeshauptstadt Magdeburg die „Arbeitsgruppen zur Entwicklung und Unterstützung der Gemeinwesenarbeit" – kurz Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit (GWA).

Hier in Stadtfeld geht es vor allem um die Verbesserung der Lebensqualität im Stadtteil, wie man durch selbstorganisiertes Handeln unter Einbeziehung aller vorhandenen Ressourcen, die Bewohner ermutigen und befähigen kann, Problemlösungen für den eigenen Stadtteil aufzuzeigen und umzusetzen.

Die Gemeinwesenarbeit in Stadtfeld teilt sich in zwei lokale Gruppen auf: Stadtfeld-Ost stellt eine eigenständige GWA-Gruppe dar, während Stadtfeld-West zusammen mit Diesdorf eine gemeinsame GWA-Gruppe bildet.

Sprecherrat der AG Gemeinwesenarbeit Stadtfeld-Ost:
  • Ralf Weigt
  • Nicole Anger
    Stephan Bublitz
    René Hempel
    Thomas Opp
 

Lesen Sie hier eine allgemeine Erklärung (Quelle: Wikepedia)

Gemeinwesenarbeit (GWA) ist neben sozialer Gruppenarbeit und Einzelfallhilfe eine der grundlegenden Arbeitsprinzipien der Sozialen Arbeit. Sie nimmt Sozialräume(Nachbarschaften, Stadtteile und Gemeinden) zum Gegenstand sozialer Intervention und ist – im Gegensatz z. B. zu Bürgerinitiativen – eine Tätigkeit von professionellen, dafür bezahlten Fachkräften.

Als historische Ausgangspunkte der heutigen Gemeinwesenarbeit gelten die von Samuel Barnett im späten 19. Jahrhundert gegründete Toynbee Hall in London und das von Jane Addams initiierte Hull House – ein Nachbarschaftszentrum in Chicago. Grundgedanke dieser Einrichtungen war, dass die Ursachen von Armut und sozialer Ungerechtigkeit nur gemeinsam mit den Betroffenen bekämpft werden können.

Gemeinwesenarbeit zielt nicht nur auf die Verhaltensänderung Einzelner, sondern versucht, in Zusammenarbeit mit möglichst vielen Betroffenen die Lebensqualität vor Ort zu steigern, die das Gemeinwesen beeinträchtigenden Probleme konstruktiv und lösungsorientiert aufzugreifen und „basisdemokratische“ Willensbildungsprozesse zu ermöglichen.

Die als Gemeinwesenarbeiter tätigen Sozialarbeiter oder professionellen Fachkräfte verstehen sich entweder in der Rolle eines außenstehenden, neutralen Moderators oder Mediators oder in der eines aktiven und parteilichen Akteurs, der gemeinsam mit den Bewohnern Änderungen im Sozialgefüge oder Verbesserungen von Lebenslagen anstrebt.

Über die Vernetzung mit örtlichen Institutionen (Behörden, Schulen, Jugendhäusern, Kirchen), Initiativen (Vereinen, Gruppierungen) und die Aktivierung von Einzelpersonen (Meinungsmachern, Wortführern, Ehrenamtlichen) zielt professionelle Gemeinwesenarbeit auf soziale Veränderungsprozesse mit nachhaltiger Wirkung.

Ein Teil der Gemeinwesenarbeit ist der Ansatz des ‚Community Organizing‘, der als (Selbst-)Organisation von Bürgerinnen und Bürgern in und außerhalb von professionellen Projekten an Bedeutung gewinnt. Zur weiter gefassten Disziplin des ‚Community Development‘, wie es in der Entwicklungszusammenarbeit und in der Stadtentwicklung im englischsprachigen Raum zum Einsatz kommt, bestehen jedoch viele Parallelen. Diese ‚Gemeinwesenentwicklung‘ bedarf der intensiven Zusammenarbeit mit Vertretern der lokalen und regionalen Wirtschaftsförderung, der Raumplanung u. a. Die Soziale Arbeit ist dabei nicht mehr Leitdisziplin. In der Schweiz und im französischsprachigen Raum überschneidet sich die Gemeinwesenarbeit mit der Soziokulturellen Animation, welche ähnliche Ziele verfolgt, aber in der Umsetzung den soziokulturellen und künstlerischen Ausdrucksformen einen zentralen Stellenwert einräumt.

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