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Künstler Holger Wenke (l.) teilt sich mit Michael „Homi“ Homann Ateliers an der Großen Diesdorfer Straße.Der Musiker „Homi“ hat hier auch sein Studio eingerichtet. Die beiden Magdeburger drückten bereits zusammendie Schulbank. 
Foto: Jana Halbritter
In der Volksstimme vom 17. Juli 2010 war unter anderem folgender Beitrag von Jana Halbritter zu lesen:

Schrauben, Schlösser, Schaufeln:
Die „Schrottkunst“ von Holger Wenke

Wer auf dem neuen Börderadweg zwischen Am Schroteanger und Schmeilstraße spaziert oder radelt, hat sie vielleicht schon bemerkt: Figuren und Objekte, die hinter dem Zaun auf die Vorbeigehenden blicken. Eine witzige Idee. Der bisher unbewachsene Streifen am Radweg wird dadurch auf jeden Fall zum Hingucker.
Eisenstangen, Schaufeln, alte Schlösser, Reifen, Holzbretter, Tierschädel oder Schrauben – fast alles, was Holger Wenke auf Schrottplätzen, im Wald, am Elbufer oder am Wegesrand findet, sammelt er ein. In seinem Atelier an der Großen Diesdorfer Straße gegenüber dem Westfriedhof schraubt und nagelt er alle diese Dinge, die niemand mehr haben wollte und an denen sich zum Teil schon der Rost festgesetzt hat, zusammen – zu witzigen Objekten, von ganz klein bis schulterhoch und größer.
„Es ist ein bisschen wie das Prinzip Kleckerburg am Strand“, erklärt der 55-Jährige: „Ich schaue, was für Material ich habe, entwickle daraus eine Idee, fange einfach an und sehe, was dabei rauskommt.“
Der Magdeburger Künstler ist ein Autodidakt, nennt sich selbst scherzhaft einen „Multi- Dilettanten“. Dabei hat er schon zu DDR-Zeiten Kunst gemacht, die bei Magdeburgern gefragt war. Denn in Zeiten, als ausgefallene Bekleidung eher Mangelware war, schneiderte Holger Wenke Jacken, Hosen oder Taschen aus alten Postsäcken oder Zeltplanen.
Auch seine Armreifen, die er aus Resten von Cola- oder Bierdosen „bastelt“, gehören seit Jahrzehnten zu Holger Wenke wie die Schrote, die durch Stadtfeld fließt. Die alten Dosen haben es ihm angetan, gehören zu seinem „Lieblingsmaterial“: „Man kann sozusagen mit ihnen malen.“ Er zerkleinert die Büchsen und beklebt mit ihren Bruchstücken zum Beispiel Spiegel. Ein bisschen verspielt, aber, was dabei herauskommt, erinnert Holger Wenke „an indische Kunst“. „Ich bin schon lebenslang ein Indien-Fan“, sagt der Magdeburger: „Mit einfachen Dingen, Kreationen zu machen, finde ich gut.“
Dem schmalen Streifen Erde am neugebauten Radweg in Stadtfeld tut die Kunst von Wenke gut. „Bis jetzt habe ich viel positive Resonanz bekommen“, sagt Wenke: „die Leute bleiben stehen und kommen mit Kunst in Kontakt, die sie sonst nicht sehen.“ Sein neuestes Werk ist ein Stuhl, den er für das Kunst- Spaß-Projekt „Sudenburger Stuhl-Gang“ entworfen hat. Künstlerisch gestaltete Stühle werden hierbei auf der Halberstädter Straße präsentiert.
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Für den „Sudenburger Stuhl-Gang“ gestaltete Wenke ein eigenes Kunstwerk.Aus Eisenstangen, Schaufeln, Holz oder Schrauben baut Holger Wenke seine Kunstobjekte.
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Figuren am Wegesrand: Auf einem schmalen, bisher ungenutzten Streifen am Börderadweg kurz vor der Schmeilstraße hat Künstler Holger Wenke seine Objekte platziert, außerdem Blumen gepfl anzt.

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