Bürger für Stadtfeld e.V.

Infos von Magdeburg.de

Aktuelles magdeburg.de

Aktuelle Meldungen aus der Landeshausptstadt Magdeburg
  • Wahlvorbereitungen laufen auf Hochtouren
    Wahlvorbereitungen laufen auf Hochtouren Wahlplakate im Stadtgebiet deuten es an: Am 24. September 2017 wird der Deutsche Bundestag gewählt. Die organisatorischen Vorbereitungen dafür laufen seit geraumer Zeit. Der Beigeordnete für Umwelt, Personal und Allgemeine...
  • Sozialzentren des Jugendamtes für jeweils zwei Tage geschlossen
    Sozialzentren des Jugendamtes für jeweils zwei Tage geschlossen Die vier Sozialzentren des Jugendamtes sind Ende dieses Monats jeweils zwei Tage geschlossen. Grund sind Softwareumstellungen. Am 28. und 29. August sind davon die...
  • Mobiles BürgerBüro Westerhüsen am 10. August geschlossen
    BürgerBüro Mitte am 23. August geschlossen Das BürgerBüro Mitte in der Leiterstraße 2a ist am Mittwoch, den 23. August, geschlossen. Grund sind unter anderem Vorbereitungen auf die Eröffnung des BürgerBüros Süd. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter...
  • Einweihung der neuen Pflegeeinrichtung der Wohnen und Pflegen gGmbH in Reform
    Einweihung der neuen Pflegeeinrichtung der Wohnen und Pflegen gGmbH in Reform Am 18. August 2017 hat die Wohnen und Pflegen gGmbH (WuP) im Beisein von Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper ihre neueste Pflegeeinrichtung eingeweiht. Mit...

In der Volksstimme vom 17. Juli 2010 war unter anderem folgender Beitrag zu lesen. Text von Heike Kriewald

Schoch verantwortete den Bau des Westfriedhofs

Wir leben in Straßen und wissen oft nicht, was die Straßennamen bedeuten, wer die Menschen gewesen sind oder welche Orte, Begriffe von Flora und Fauna die Namensgeber waren. In einer Serie beleuchtet die Volksstimme die Straßennamen der Elbestadt. Heute: die Johann-Gottlieb-Schoch- Straße, die es nach Angaben des Stadtarchivs seit 2003 gibt.

Die Straße wurde dem statistischen Bezirk „Schlachthof“ zugeteilt und befindet sich zwischen der Schlachthofstraße und der Straße Zur Viehbörse. Die Postleitzahl ist 39108.

Mit dem Straßennamen wurde der Städtische Gartenbaudirektor und Gartenarchitekt Johann Gottlieb Schoch geehrt, in dessen Amtszeit (1890 bis 1905) unter anderem die Gestaltung des Schlachthofgeländes, in dem sich die Straße befindet, fiel.

Schoch kam am 1. Februar 1853 in Wörlitz als Kind einer berühmten Gärtnerfamilie zur Welt: bereits sein Großonkel Rudolf Gottlieb Schoch, Hofgärtner und Verwalter des Wörlitzer Parks, war 1842 mit der Anlage des Vogelgesangparks in Magdeburg betraut worden.

Seine Lehrausbildung absolvierte Schoch in den Jahren 1870 bis 1872 in einer Handelsgärtnerei in Wittenberg und Gotha, danach bis 1874 in der Gärtnerlehranstalt Wildpark Potsdam. Rüstzeug für die Botanik und Dendrologie erwarb er sich in wissenschaftlichen Vorlesungen an der Universität Berlin. Arbeiten und Studienaufenthalte führten ihn 1875 nach Muskau und München, 1876 nach England und Frankreich sowie 1880 nach Regensburg.

Als herzoglicher Gartenkondukteur und Hofgärtner in Wörlitz und Oranienbaum empfahl sich Schoch für das Amt des Städtischen Gartendirektors in Magdeburg, das er im Jahr 1890 als Nachfolger von Paul Niemeyer antrat.

Dreizehn Jahre später übergab er sein Amt aus gesundheitlichen Gründen an Wilhelm Lincke. Am 8. Oktober 1905 starb Johann Gottlieb Schoch nach schwerer Krankheit in Magdeburg; seine letzte Ruhestätte fand er auf dem von ihm errichteten Westfriedhof. Als Vorsitzender des Magdeburger Gartenbauvereins (1890 bis 1896) nahm Schoch Pläne seiner Vorgänger auf und fügte zahlreichen Grünanlagen der Stadt interessante Erweiterungen hinzu. Seine weit vorausschauenden Grünplanungen und Gartenanlagen prägen das Gesicht der Landeshauptstadt Magdeburg bis heute.

1894 begann unter seiner Regie der Bau des größten Friedhofs der Stadt, des Westfriedhofes (Einweihung 1898). Stadtbaurat Otto Peters legte 1893 seinen ersten Entwurf dazu vor, den Schoch begutachtete und um die Idee erweiterte, den originären geologischen und örtlichen Gegebenheiten einen Friedhof in einem freien, natürlichen Gartenstil hinzuzufügen. Schoch fügte den Planungen Peters‘ detaillierte Anweisungen zur Anlage von Wegen, Gebäuden, Pfl anzungen usw. hinzu, die bis heute durch Rekonstruktionen und Sanierungen im denkmalgeschützten Areal des Westfriedhofes erhalten geblieben sind.

Der Umbau des ehemaligen Festungsgeländes „Bastion Braunschweig“ zum Königin- Luise-Garten erfolgte unter der Leitung Schochs ebenso wie die Umgestaltung von städtischen Plätzen zu Grünanlagen. 1897 fertigte er den Generalplan zur weiteren Gestaltung der Rotehorninsel an. 1900 publizierte er ein ausführliches „Verzeichnis der Gehölze in den öffentlichen Gärten und Parkanlagen Magdeburgs“. Auf Empfehlungen Schochs wurden um 1900 Anpfl anzungen entlang der Schrote in der Wilhelmstadt realisiert und Schrebergärten angelegt. Die Anlagen am Turm Preußen (Lukasklause) wie auch die Aufschließung des Biederitzer Busches als Stadtwald wurden von Schoch großzügig planerisch bearbeitet.

* (Quellen: Stadtarchiv, Literatur: „Magdeburger Biografi sches Lexikon des 19. und 20. Jahrhunderts

“/Text von Heike Kriewald)

Wir auf Facebook

Impressum | Copyright © 2017