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Volksstimme Artikel vom 02.09.2010

Klaus Jürgen Miesner (* 11. Dezember 1935 in Magdeburg; † 11. Januar 1989 in Wernigerode)

In der Volksstimme vom 03.11.2010 war folgender Beitrag zu lesen:

Eine hohe Ehre für die Trainerlegende des SCM

In einer Serie beleuchtet die Volksstimme die Straßennamen der Elbestadt. Heute: der Klaus-Miesner-Platz. Stadtfeld-Ost (jja). Der Platz befi ndet sich unmittelbar vor der Herrman-Gieseler- Sporthalle und war zuvor ein Teil der Wilhelm-Kobelt-Straße. Die Postleitzahl ist 39108.

Der Platz erhielt mit Stadtratsbeschluss vom 25. März 2010 den Namen Klaus Miesner. Am 1. September 2010 wurde er offi ziell eingeweiht. Mit der Benennung wurde der langjährige Magdeburger Handballtrainer Klaus Jürgen Miesner geehrt, dessen Wirkungsstätte die Herrmann-Gieseler- Halle war. Der Vorschlag zur Namensgebung kam von Handballfans

Klaus Jürgen Miesner wurde am 11. Dezember 1935 als Sohn eines Kaufmanns in Magdeburg geboren. Nachdem er 1954 an der Käthe-Kollwitz-Oberschule das Abitur abgelegt hatte, begann er zunächst das Studium der Physik an der Technischen Hochschule Magdeburg, brach es nach zwei Semestern jedoch ab. Danach war er als Praktikant im Reichsbahnausbesserungswerk Magdeburg beschäftigt.

In den Jahren 1957 bis 1961 studierte Miesner an der Deutschen Hochschule für Körperkultur und Sport (DHfK) in Leipzig und schloss als Diplom-Sportlehrer ab. In den folgenden sechs Jahren lehrte er Leichtathletik und Physik an der Kinder- und Jugendsportschule in Magdeburg. Klaus Miesner hatte sich von Jugend an dem Handball verschrieben. Er spielte 1947 bis 1957 sowie 1961 bis 1967 selbst aktiv bei Lok Südost Magdeburg. Als Jugendspieler wurde er 1954 sowie 1955 und bei den Männern 1963 DDR-Meister. Während des Studiums in Leipzig errang er als Spieler mit der Hochschul- Mannschaft 1960 und 1961 den DDR-Meistertitel. Im Februar 1968 trat Miesner die Nachfolge von Bernhard Kandula als Trainer für die 1. Männer-Handballmannschaft des Sportclubs Magdeburg (SCM) an. Damit begann der bisher erfolgreichste Weg eines Handball-Clubtrainers in der DDR. Einzigartig waren seine Erfolge mit den SCMMännern. Die Mannschaft wurde neunmal DDR-Meister 1970, 1977 und von 1980 bis 1985 in Folge und 1988 sowie viermal Pokalsieger (1970, 1977, 1978, 1984), Europacup- Gewinner 1978 und 1981 sowie Europameister für Vereinsmannschaften 1981.

Der erfolgreichste Handballtrainer Magdeburgs war neben seiner ausgezeichneten Trainerarbeit auch ein einfühlsamer Pädagoge und guter Psychologe, der sowohl den Trainingsprozess als auch das persönliche Umfeld der Spieler in seine Trainingstätigkeit einbezog. Unter seiner Leitung formte er Weltklassespieler der Handball-National- und Olympiamannschaften, wie Wieland Schmidt, Hartmut Krüger, Ingolf Wiegert, Günter Dreibrodt und Ernst Gerlach. Klaus Miesner verschaffte dem Magdeburger Handball nationalen und internationalen Ruf. Im Alter von 53 Jahren erlag Klaus Miesner am 11. Januar 1989 während eines Trainingslagers in Drei Annen/ Wernigerode einem Herzversagen. Ihm zu Ehren fi ndet jedes Jahr in der Harzlandhalle Ilsenburg das Klaus-Miesner- Gedenkturnier statt.

* (Quellen: Drucksache der Landeshauptstadt Magdeburg Nr. DS0605/09; Literatur: „Magdeburger Biografisches Lexikon des 19. und 20. Jahrhunderts/Text von Heinz Hercke und Hans Jürgen Wende)


In der Volksstimme vom 02.09.2010 war folgender Beitrag zu lesen:

Würdigung für verstorbenen Handballtrainer

Erinnerung und Zukunft lagen gestern an und in der Gieselerhalle dicht beieinander. Erst wurde mit einer Platzeinweihung der 1989 verstorbene erfolgreiche Magdeburger Handballtrainer Klaus Miesner gewürdigt.

Dann lief mit der zweiten Mannschaft des SC Magdeburg der Handballnachwuchs in der Halle gegen den SC Empor Rostock auf. Mit der Namensvergabe liegt die Gieselerhalle künftig am Klaus-Miesner-Platz. Sie war die Hauptwirkungsstätte des Trainers. Klaus Miesner hatte die Handballer des SC Magdeburg 1968 als Trainer übernommen und sie bis zu seinem Ableben zu einer der erfolgreichsten Mannschaften der Welt geformt. Mit ihm gewann der SCM u. a. 9 DDR-Meister- Titel, zweimal den Europacup und den EM-Titel für Vereinsmannschaften. Außerdem formte er Weltklassespieler wie Wieland Schmidt, Hartmut Krüger oder Ingolf Wiegert. Die Umbenennung des Teilstücks der bisherigen Wilhelm- Kobelt-Straße geht auf einen Stadtratsbeschluss zurück.

Nach dem Abitur 1954 studierte Miesner zunächst Physik in Magdeburg, brach das Studium dann aber ab und schrieb sich 1957 an der Deutschen Hochschule für Körperkultur ein. 1961 machte er seinen Abschluss als Diplom-Sportlehrer. Während seines Studiums spielte Miesner für die Handballmannschaft des SC DHfK Leipzig und gewann drei Meistertitel. Nach seiner Rückkehr nach Magdeburg gelang ihm dieses Kunststück mit seinem Stammverein Lok-Südost Magdeburg 1963 ein viertes Mal.

Von 1961 bis 1967 als Lehrer an der Kinder- und Jugendsportschule Magdeburg, begann seine große Trainerkarriere im Februar 1968 als Nachfolger von Bernhard Kandula beim SC Magdeburg. In über zwei Jahrzehnten formte er eine große Zahl an internationalen Klassehandballern. Ergebnis dieser Arbeit waren neun Meistertitel, drei Pokalsiege, zwei Europapokalsiege und eine Vereinseuropameisterschaft.

Im Januar 1989 erlag Miesner einem Herzinfarkt. Sein Ziehsohn Hartmut Krüger trat sein schweres Erbe als SCM-Trainer an. Ihm zu Ehren findet alljährlich in der Harzlandhalle Ilsenburg das Klaus-Miesner-Gedenkturnier statt

 

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