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    Sozialzentren des Jugendamtes für jeweils zwei Tage geschlossen Die vier Sozialzentren des Jugendamtes sind Ende dieses Monats jeweils zwei Tage geschlossen. Grund sind Softwareumstellungen. Am 28. und 29. August sind davon die...
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    Einweihung der neuen Pflegeeinrichtung der Wohnen und Pflegen gGmbH in Reform Am 18. August 2017 hat die Wohnen und Pflegen gGmbH (WuP) im Beisein von Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper ihre neueste Pflegeeinrichtung eingeweiht. Mit...

Volksstimme vom 29.06.2011106 Jahre nach der Straße wird Lessingplatz benannt

Platz und Straße gehören zu den statistischen Bezirken „Adelheidring“ und „Schellheimerplatz“. Die Lessingstraße befi ndet sich zwischen dem Westring (Sackgasse) und dem Lessingplatz (Postleitzahl 39108). Der Lessingplatz bekam seinen Namen offiziell 2005. Die Lessingstraße gibt es bereits seit 1899, dem Jahr der Bebauung. Mit der Benennung von Platz und Straße wird der Schriftsteller der deutschen Aufklärung Gotthold Ephraim Lessing geehrt.

Gotthold Ephraim Lessing wurde am 22. Januar 1729 in Kamenz/Oberlausitz als Sohn eines Pastors geboren. Sein ehrgeiziger Vater bereitete ihn früh durch Privatunterricht auf Schule und Studium vor. Von 1737 bis 1741 besuchte Lessing die Kamenzer Lateinschule und danach bis 1746 die Fürstenschule St. Afra in Meißen, die er aufgrund seiner guten Leistungen vorzeitig beenden konnte.

Im Anschluss begann Lessing ein Theologiestudium an der Universität Leipzig und wechselte 1748 zur Medizin. Seine Liebe galt jedoch dem Theater und dem Verfassen von Gedichten, so dass er sich in Berlin als freier Schriftsteller niederließ. Lessing war zusammen mit Mylius Herausgeber der Zeitschrift „Beiträge zur Historie und Aufnahme des Theaters“, die er als „Theatralische Bibliothek“ ab 1754 allein fortsetzte. Ab 1751 war Lessing Redakteur bei der „Berlinischen Privilegierten Zeitung“; im Jahr darauf beendete er in Wittenberg sein Studium als Magister der Philosophie. Im November 1752 ging er wieder nach Berlin, übersetzte Schriften von Friedrich II. und Voltaire und setzte seine „Theatralische Bibliothek“ in loser Folge fort. Im Frühjahr 1755 entstand das bürgerliche Trauerspiel „Miss Sara Sampson“. Es setzte in Deutschland neue Maßstäbe, indem die Tragödie im bürgerlichen Milieu spielt und keine öffentlichen Staatsangelegenheiten aus Adelskreisen darstellt. Auch in der Komödie vollzog er die Annäherung zur bürgerlichen Dimension am Beispiel von „Minna von Barnhelm oder das Soldatenglück“ (1767).

1760 nahm Lessing für fünf Jahre eine Stelle als Regimentssekretär beim preußischen General Tauentzien in Breslau an. Dort konnte er sich seiner Spiel- und Schreibleidenschaft hingeben. Vier Jahre später wurde Lessing Bibliothekar an der herzoglichen Bibliothek in Wolfenbüttel. 1771 erschien das Trauerspiel „Emilia Galotti“. 1776 heiratete Lessing die Hamburger Kaufmannswitwe Eva König. Ein Jahr nach der Hochzeit starb sie ebenso wie der neugeborene Sohn. In seinen letzten Jahren in Wolfenbüttel verfasste er das Versdrama „Nathan der Weise“. Lessing vereinsamte zunehmend und erblindete. Am 15. Februar 1781 starb Gotthold Ephraim Lessing in Braunschweig an den Folgen eines Schlaganfalls. * (Quellen: Stadtarchiv, Internet: www.whoswho.de)

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