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Am Damaschkeplatz soll ein Tunnel gebaut werden. Hier werden Pressestimmen zu dem Projekt verfolgt.

Volksstimme vom 30.09.2011Rainer Schweingel berichtete in der Volksstimme vom 30.09.2011 folgendes:

Bange Frage zum Tunnelbau: Wie lange halten die Brücken?

Der geplante Tunnelbau am Magdeburger Hauptbahnhof sorgt erneut für Wirbel. Im Mittelpunkt stehen die Fragen: Wie lange halten die Bahnhofsbrücken noch durch? Und: Droht tatsächlich ein nie dagewesenes Verkehrschaos?

Ein Sprecher der Bahn hatte unter der Woche erklärt: Müssen die maroden Brücken am Hauptbahnhof noch vor der ab 2013 vorgesehenen Sanierung durch Behelfsbrücken ersetzt oder Pfeiler gestützt werden, dann werde das Auswirkungen auf den Straßenbahn- und Autoverkehr darunter haben. Dieser könnte dann nicht mehr wie gewohnt fahren.

Über Nacht stünde Magdeburg damit vor einem riesigen Verkehrsproblem.

Anlass für diese Sorge ist der Zustand der Bahnhofsbrücken. Die Bahn will seit 2006 die rund 100 Jahre alten Überführungen über die Reuterallee so schnell wie möglich sanieren, ist aber laut Eisenbahnkreuzungsgesetz auf die Mitarbeit der Stadt Magdeburg angewiesen. Die verstrickte sich allerdings in jahrelangen Debatten darüber, was unter den Brücken passieren soll. Beschlusslage derzeit: der Bau eines Tunnels, der Auto- und Nahverkehr in zwei Ebenen trennt. Die Gesamtkosten liegen bis 2017 bei rund 46 Millionen Euro, aufgeteilt auf Bahn, Bund und Stadt.

Doch noch fehlt es an einem Baubeginn, weil Detailfragen wie Fördermittelzusagen, Gutachten und Klageandrohung von Tunnel-Gegnern die Umsetzung behindern. Der Planfeststellungsbeschluss ist nun mit einem halben Jahr Verspätung für das Frühjahr 2012 avisiert. Daraus ergibt sich ein Wettlauf mit der maroden Technik: Wie lange noch halten die Brücken?

Katja Tessnow berichtete in der Volksstimme vom 26.09.2011 folgendes:vs_mdx_20110924-9

Der „Tunnel der Emotionen“: Gegner zünden Dauerstörfeuer

Im Kern ging es am Donnerstag im Stadtrat um die Frage: Sind die Planungen, die die Stadt bereits jetzt in Vorbereitung des Tunnelbaus am Damaschkeplatz auslöst, noch etwas wert, wenn der Tunnel nicht gebaut wird? Die Grünen meinen nein und forderten eben deshalb vor dem Hintergrund noch ungeklärter Fördermittelströme für das Projekt deren umgehenden Stopp. „Wir sollten hier nicht so vorauseilend vorpreschen; schließlich reden wir über Millionen. Ich seh’ den Tunnel eh nicht kommen“, konstatierte der scheidende Grünen- Stadtrat Alfred Westphal.

OB Lutz Trümper (SPD) und sein Baubeigeordneter Dieter Scheidemann (parteilos) verteidigten die Planungen mit dem Argument, dass – unabhängig davon, ob mit Tunnel oder nicht – im Zusammenhang mit der Brückenerneuerung der Bahn der Platz umgebaut werden müsse. Scheidemann: „Bestimmte Dinge sind sowieso zu tun, wie die Trennung der Abwasserkanäle im Bereich.“ Trümper: „Die Variante nichts tun gibt es nicht. Es wird der Tunnel gebaut oder eine Senke und egal, was am Ende kommt, wir müssen in jedem Fall jetzt Vorarbeiten leisten, die unabdingbar sind.“ Konkret geht es unter anderem um den Neubau einer Straßenbahnhaltestelle im Bereich Kreuzung Weinarkade, um den Ausbau eines neuen Taxi- Stellplatzes und weitere Umbauarbeiten am Damaschkeplatz/ Kölner Platz.

Eisenbahnüberführung Ernst-Reuter-Allee

Es gibt keinen Plan B!

Bahn und Stadt arbeiten gemeinsam an der Umsetzung des Vorhabens.“  

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hat am 25. August gemeinsam mit dem Beigeordneten für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr, Dr. Dieter Scheidemann und dem Leiter des Tiefbauamtes, Thorsten Gebhardt über den aktuellen Stand der Vorbereitungen für den Umbau der Eisenbahnüberführung in der Ernst-Reuter-Allee berichtet. Dem Stadtrat liegt zu seiner Sitzung im September dazu eine Information vor.

- Schauen Sie sich hier eine Visualisierung (Videoanimation) des zukünftigen Damaschkeplatzes an. -

"Es gibt keinen Plan B - weder bei der Bahn AG noch bei der Stadt", stellt Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper klar. "Wir sind Partner im Projekt und stimmen das beiderseitige Vorgehen stetig ab." 

"Derzeit läuft das für die vorgesehenen Baumaßnahmen der Stadt erforderliche Planfeststellungsverfahren", bringt OB Dr. Trümper den aktuellen Sachstand auf den Punkt. "Es endet mit einem Planfeststellungsbeschluss, den wir für das erste Quartal 2012 erwarten. Dieser Beschluss wird den Fortgang des Projektes maßgeblich bestimmen." 

Volksstimme vom 29.08.2011

(Lesen Sie auch ältere Beiträge über den Tunnelbau ...)
In der Volksstimme vom 29.08.2011 war folgendes zu lesen:

„Es gibt Alternativen, man muss sie auch sehen wollen“

Auf den Beitrag „Trümper verteidigt den Tunnel: ‚Gegner sagen Unwahrheit‘“ reagierte die Bürgerinitiative „Lebenswerte Innenstadt“. Nachfolgend Auszüge aus der Mitteilung:

Nun sind also die Tunnelgegner schuld an dem Debakel der ungeklärten Gesamtfinanzierung und den Verzögerungen. Sie haben „bewusst gegen besseres Wissen die Bevölkerung belogen“.

Statt die Tunnelgegner derart zu beschimpfen, hätte der OB vielleicht lieber einmal erklären sollen, wie er aus dem derzeitigen Dilemma herauszukommen gedenkt.

Volksstimme vom 26.8.2011(Lesen Sie auch ältere Beiträge über den Tunnelbau ...)
Rainer Schweingel berichtete in der Volksstimme vom 26.08.2011 folgendes:

OB Trümper „Gegner sagen die Unwahrheit“

Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) hat mit drastischen Worten das Tunnelbauprojekt am Bahnhof verteidigt. Anlass war die wieder aufflammende Kritik der Gegner des Jahrhundertprojekts. Trümper warf den Gegnern „Verbreiten von Unwahrheiten“ vor, mit denen die Bevölkerung „hinters Licht“ geführt werde.

„Wider besseres Wissen verbreiten die Tunnelgegner Unwahrheiten und führen die Bevölkerung hinters Licht.“ OB Lutz Trümper machte gleich zu Beginn der Pressekonferenz klar, dass er die Argumente der Gegenseite für mehr als „falsch“ hält. Das ist an sich nichts Neues, aber gerade deshalb zeigt die Einberufung einer Pressekonferenz zum Thema, wie stark der Rechtfertigungsdruck auch auf dem OB und der Verwaltung lastet.

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