Bürger für Stadtfeld e.V.

Infos von Magdeburg.de

Aktuelles magdeburg.de

Aktuelle Meldungen aus der Landeshausptstadt Magdeburg

Martin Rieß berichtete In der Volksstimme vom  12.08.2014 folgendes

Voklsstimme vom 12.08.2014Was bisher geschah beim Tunnelbau

Mit mehreren Vortriebsköpfen wird derzeit rund um den Damaschkeplatz Raum für neue Mischwasserkanäle geschaffen. Zum einen bereiten die SWM für ihre Tochter AGM damit den Bau des Bahnhofstunnels vor. Zum anderen soll auch die Leistungsfähigkeit des Regenwasserabfl usses in dem Bereich verbessert werden. Dies ist ein langfristiges Ziel, wenn die Leitungen weiter in Richtung Elbe verlängert werden. Das Problem bislang: Bei starken Regenfällen verwandelte sich die Künette in einen reißenden Fluss. Neben den Rohren werden unter anderem am ZOB zwei Pumpwerke gebaut.

Bereits fertiggestellt ist die künftige Tunnelentwässerung unter dem Kölner Platz parallel zur Ernst-Reuter-Allee. Von einer daneben liegenden Grube wird in der Ebene darüber in den kommenden Monaten eine zweite Entwässerungsröhre vorangetrieben – die für die Straßenebene, die künftig dem Straßenbahn-, Fußgänger- und Fahrradverkehr vorbehalten ist. Ebenfalls fertiggestellt ist der Anschluss dieser Leitungen in Richtung ZOB, kurz vor der Fertigstellung die Querung unter dem Damaschkeplatz von Editha- zum Adelheid ring. Hier befi ndet sich der Findling. In Kürze beginnen sollen die Arbeiten parallel zur Ernst- Reuter-Allee in nördlicher Richtung zwischen Glacis-Park und Brandenburger Straße. Für rund 12 Millionen Euro lassen die AGM mehrere Hundert Meter Kanalrohre verlegen. Bis April 2015 soll Baufreiheit für den City-Tunnel geschaffen werden.

Notwendig ist die Arbeit mit dem unterirdischen Vortrieb – nicht zu verwechseln mit den bergmännischen Bohrungen – dann, wenn wichtige Verkehrsadern gequert werden. In diesem Fall die Ernst-Reuter- Allee mit Straßenbahntrasse sowie die Gleisanlagen der Deutschen Bahn. Der Findling ist der zweite Fund in dem Bereich, der zu Einschränkungen führt. Der erste war der einer Fliegerbombe im Oktober. 

(Im September 2009 stelle OB Trümper das Projekt vor, hier ein Beitrag des OK-Magdeburg ... https://www.youtube.com/watch?v=5PbyHpEU5pU )


 SWM benötigen Sperrung auf dem Damaschkeplatz, um einen Findling aus der Tiefe zu holen

Stein des Anstoßes im Untergrund

Schwer zu schaff en haben die Tiefb auarbeiter der Arbeitsgemeinschaft Ernst- Reuter-Allee rund um den Hauptbahnhof: Im Auft rag ihrer Abwassergesellschaft (AGM) lassen die SWM hier neue Rohre mit Durchmessern von 70 bis 180 Zentimetern durch den Untergrund treiben.

Bis voraussichtlich Freitagmorgen ist am Damaschkeplatz die Durchfahrt unter der Ringbrücke in Richtung Stadtzentrum für Autos komplett gesperrt. Das war so nicht geplant, bestätigt Johannes Kempmann, Geschäftsführer der Städtischen Werke Magdeburg (SWM). Der Grund für die Verzögerung: Vom Glacis-Park in Höhe des Editharings ist in den vergangenen Wochen per Vortriebskopf Raum für ein Rohr mit 1,80 Metern Durchmesser angelegt worden. Nach und nach werden die rund drei Meter langen Rohrsegmente von einer mehr als zehn Meter tiefen Grube in dem Park in Richtung Damaschkeplatz geschoben. Doch unter der linken Spur auf dem Damaschkeplatz in Richtung Stadtmitte war Schluss: Der Kopf mit einem Durchmesser von 2,2 Metern der Vortriebsmaschine hat sich mit einem Findling verkeilt, es geht nicht mehr vorwärts. Und nicht genug damit: Oberhalb der Problemzone wurde ein Hohlraum entdeckt. Daher rollte der Verkehr bis gestern Abend bereits über Stahlplatten über die Stelle. „Und das nur knapp einen halben Meter vor dem Gel-Block, der die Zielgrube auf der Südseite des Damaschkeplatzes begrenzt und der die Leitung abdichten soll“, berichtet der SWM-Geschäftsführer.

Die Lösung des Problems: Gestern Abend wurde auch die letzte verbliebene Spur in Richtung Stadtzentrum gesperrt, eine Grube wird ausgehoben und der Stein wird herausgeholt.

Hätte man den Findling vorher erkennen können? Johannes Kempmann antwortet mit einer bergmännischen Redensart: „Vor der Hacke ist es duster.“ Will heißen: Was sich genau im Erdreich verbirgt, lässt sich mit vertretbaren Mitteln im Vorfeld nicht sagen. Was übrigens auch für die Größe des Steins gilt: „Wir wissen nur, dass er sich dort befi ndet und dass der Vortriebskopf ihn nicht einfach zermahlen kann. Über das Volumen und das Gewicht des Findlings können wir im Vorfeld keine Aussage treff en.“ Mit der Öff nung der Grube seit gestern Abend dürfte sich die Lage nach und nach klären.

Die Zeit bis Freitag benötigen die Tiefb auer, um zum einen die kurz zuvor ausgehobene sogenannte Bergegrube mit einer Länge von 2,4 und einer Breite von drei Metern wieder aufzufüllen. Zwischen Rohr und Fahrbahn befi ndet sich eine etwa zwei Meter dicke Erdschicht. Dies ist notwendig, damit beim weiteren Vortrieb kein Erdreich nachsackt. Wenn der Stein beseitigt ist, muss zum anderen auch die Fahrbahn wieder hergestellt werden, bevor die Fahrzeuge an der Stelle rollen können.

Wir auf Facebook

Impressum | Copyright © 2017