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vs_md_20091229Am 29. Dezember 2009 wurde in der Magdeburger Volksstimme ein Interview mit Jürgen Canehl zu den Aktivitäten der GWA Stadtfeld-Ost.und des Vereins "Bürger für Stadtfeld e.V.", das von Jana Halbritter geführt wurde, abggedruckt.Lesen Sie hier einige Passagen.

Volksstimme: Welche Ziele hatte die Gemeinwesen-Gruppe 2009 im Stadtteil?
Jürgen Canehl: Das Hauptziel unserer Arbeit ist, das Engagement der Bürger für ihren Stadtteil zu fördern. Die Identifikation mit Stadtfeld kann allerdings aus unserer Sicht nur dann gelingen, wenn wir uns für Verbesserungen einsetzen und zusammen mit dem Bürgerverein Veranstaltungen organisieren  Ein wichtiges Thema in Stadtfeld-Ost ist zudem der offensichtliche Mangel an Kinderspiel und Bolzplätzen.
Volksstimme: Was war das am häufigsten diskutierte Thema 2009 in Stadtfeld?
Jürgen Canehl: Nach der Veröffentlichung der gesamtstädtischen Analyse zum Spielplatzkonzept in Magdeburg war offensichtlich, dass unser dicht besiedeltes Stadtfeld der am schlechtesten mit Spielfl ächen versorgte Stadtteil ist. Der Stadtgartenbetrieb (SFM) ermittelte einen Fehlbedarf von 22 000 Quadratmetern.Unsere GWA-Gruppe machte sechs Standortvorschläge für Spielplätze, die mit dem SFM und den Wohnungsbauunternehmen öffentlich diskutiert wurden.
Volksstimme: Mit welchem Ergebnis?
Jürgen Canehl: Drei der sechs Vorschläge werden weiterverfolgt.
Der wichtigste neue Spielplatz soll auf einer städtischen Grünfl äche im Bereich der Schenkendorfstraße/
Große Diesdorfer Straße entstehen. Ende Juni haben wir dazu zusammen mit der Wohnungsgenossenschaft
MWG die Anwohner beteiligt. Im Bereich Hans-Löscher-Straße/Gerhart-Hauptmann-Straße hat sich auf Anregung der GWA zudem eine Interessengemeinschaft zur Umsetzung eines Mehrgenerationenspielplatzes gebildet. Ein Antrag zur Nutzung der Brachfläche der ehemaligen Schulsportflächen wird derzeit in den Ausschüssen des Stadtrates behandelt. Unterstützung erhielten wir übrigens zum Spielplatzthema vom Bauausschuss. Es wurde einstimmig beschlossen, dass in Stadtfeld in den nächsten vier Jahren mindestens vier neue Spielplätze zu schaffen sind. Eigentlich sollte im letzten Quartal 2009 der Stadtratsbeschluss zum Bau gefasst werden. Die Verwaltung hat aber versprochen, Anfang 2010 die notwendige Drucksache vorzulegen. Wir von unserer Seite haben unsere Hausarbeiten gemacht
Volksstimme:
Und wie lautet das Fazit der GWA-Gruppe zum Spielplatzthema?
Jürgen Canehl:
Die Bemühungen zur Realisierung von Spielplätzen in Stadtfeld ist zwar ein großes Stück vorangekommen, aber die eigentliche „Schlacht“ um das notwendige Geld muss erst noch gewonnen werden. Mit dem o.g. Beschluss des Bauausschusses im Rücken erhoffen wir uns allerdings eine breite parteiübergreifende Unterstützung im Stadtrat.
Volksstimme: Welche Projekte können außerdem als positiv verbucht werden?
Jürgen Canehl: Unsere gemeinsam mit dem Stadtfelder Bürgerverein durchgeführten Veranstaltungen, wie der traditionelle Flohmarkt „Klim-Bim“ auf dem Olvenstedter Platz, das 13. Sommerfest am Schellheimerplatz oder das 6. Weihnachtsspektakel waren wiederum sehr gut besucht.
Volksstimme: Welche Träume und Visionen hat die GWA für ihre weitere Arbeit im Stadtteil?
Jürgen Canehl: Ich träume davon, dass es uns endlich gelingt, einen Gastronomen zu finden, der auf dem Olvenstedter Platz ein Tagescafé mit Außensitzplätzen errichtet und betreibt. Ein oder besser zweimal in der Woche gibt es an dieser Stelle dann einen richtigen Wochenmarkt. Ich träume weiterhin davon, dass in der Olvenstedter Straße das OLi-Kino saniert ist und als multifunktionales Kulturzentrum von den Stadtfeldern rege
genutzt wird. Auch die letzten zwei noch nicht sanierten privaten Mehrfamilienhäuser in der Olvenstedter Straße sind in meinem Traum in Ordnung gebracht, insbesondere die Ruine gegenüber der Stormstraße. Weiterhin erhoffen wir uns, dass 2010 endlich die denkmalgeschützte Schule an der Albert-Vater-Straße saniert wird.
Und dort spätestens 2011 die Grundschulen „Am Westernplan“ und „Stormstraße“ fusionieren und sich mit der
Sprachheilschule „Anne Frank“ gut vertragen. Dafür erwarten wir nach der Bewilligung von Mitteln aus dem Konjunkturpaket Anfang 2010 den Bewilligungsbescheid aus dem EFRE-Programm.
Volksstimme: Und wie lautet Ihr persönliches Fazit?
Jürgen Canehl: Auch Stadtfeld-Ost braucht die engagierte Mitwirkung der Bürger. Nur wenn die Mängel und Defizite öffentlich gemacht werden, gibt es die Chance, dass sie behoben werden. In diesem Sinne fordern wir alle Stadtfelder auf: Arbeiten Sie mit in der GWA! Lassen Sie uns Ihre Vorstellungen und Probleme wissen!

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